Was GEO ist
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass KI-Assistenten dein Unternehmen in ihren Antworten nennen und empfehlen. Es baut auf klassischer Suchmaschinenoptimierung auf, denn auch KI-Assistenten holen sich aktuelle Informationen aus dem Netz.
Der Unterschied: Bei Google klickt jemand auf einen von zehn Links. In einer KI-Antwort werden oft nur zwei oder drei Anbieter genannt. Wer dort nicht vorkommt, findet für diese Anfrage praktisch nicht statt.
Woher KI-Assistenten ihr Wissen haben
Sprachmodelle haben zwei Quellen: das, was sie im Training gelernt haben, und eine Live-Suche im Netz. Für Fragen wie „Welche KI-Agentur am Bodensee baut Avatare?“ zählt vor allem die Live-Suche.
ChatGPT greift bei der Websuche unter anderem auf den Suchindex von Bing zurück, Googles KI-Übersichten auf den Google-Index, Perplexity nutzt einen eigenen Index und weitere Quellen. Deshalb ist der erste Schritt immer derselbe: Deine Seiten müssen in diesen Indizes stehen.
Sieben Schritte, damit KI dein Unternehmen nennt
- Indexierung sicherstellen: Webseite in der Google Search Console anmelden und eine Sitemap einreichen. Für Bing und weitere Suchmaschinen neue Seiten per IndexNow melden.
- Fragen als Überschriften, Antworten im ersten Absatz: Jede wichtige Kundenfrage bekommt eine eigene Seite oder einen eigenen Abschnitt, mit der Antwort gleich am Anfang und konkreten Zahlen statt Werbesprache.
- Strukturierte Daten einbauen: Angaben zu Organisation, Leistungen mit Preisen, häufigen Fragen und Brotkrumen im Format schema.org. Damit verstehen Maschinen, wer du bist und was du anbietest.
- Einheitliche Firmendaten: Name, Adresse und Webseite überall gleich, im Impressum, im Google-Unternehmensprofil, bei Bing Places und in Branchenverzeichnissen.
- Echte Bewertungen sammeln: auf Google und auf Bewertungsportalen wie ProvenExpert, die in Suchergebnissen und KI-Antworten auftauchen. Die Profile per sameAs mit deiner Webseite verknüpfen.
- Erwähnungen auf anderen Seiten: Verzeichnisse, Fachartikel, Partner, Interviews. Je öfter dein Unternehmen im passenden Zusammenhang genannt wird, desto sicherer ordnet die KI es ein.
- Eine llms.txt anbieten: eine kurze Textdatei, die KI-Assistenten erklärt, was auf deiner Seite steht. Das ist noch kein fester Standard, kostet aber wenig und schadet nicht.
So machen wir es bei sigence.net selbst
Alle Schritte oben setzen wir auch auf unserer eigenen Seite um: Die Seite ist in der Google Search Console bestätigt, alle Seiten sind per IndexNow an Bing gemeldet, jede Leistungs- und Lösungsseite trägt strukturierte Daten mit Preisen und häufigen Fragen, es gibt eine llms.txt, und das ProvenExpert-Profil ist mit der Seite verknüpft. Diese Wissensartikel sind Schritt zwei.
So prüfst du, ob es wirkt
- Stelle ChatGPT, Perplexity und Google die Fragen, die deine Kunden stellen würden, und notiere, wer genannt wird. Wiederhole das jeden Monat mit denselben Fragen.
- Schau in der Google Search Console, für welche Suchbegriffe deine Seiten angezeigt werden.
- Frag neue Kunden, wie sie auf dich gekommen sind. „ChatGPT hat euch empfohlen“ ist inzwischen eine ernst gemeinte Antwort.
Was nicht funktioniert
- Seiten voller Suchbegriffe, die für Menschen keinen Sinn ergeben
- Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen. Sie verstoßen gegen die Regeln der Plattformen und gegen das Wettbewerbsrecht.
- Texte, die nur für Maschinen geschrieben sind. KI-Assistenten bevorzugen Quellen, die Menschen wirklich weiterhelfen.

Amandeep Thind ist Gründer von Sigence in Singen am Bodensee und baut KI-Systeme für Unternehmen, darunter Klariu für das Handwerk. Mehr über uns
