Wissen · Sichtbarkeit

GEO: Wie wird mein Unternehmen in ChatGPT genannt?

Von Amandeep Thind · aktualisiert am · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google nennen Unternehmen, die sie im Netz eindeutig finden, verstehen und als vertrauenswürdig einordnen können. Dafür muss deine Webseite bei Google und Bing indexiert sein, die Fragen deiner Kunden klar beantworten, strukturierte Daten enthalten, und dein Unternehmen braucht einheitliche Firmendaten und echte Bewertungen auf Plattformen, die von KI zitiert werden.

Was GEO ist

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass KI-Assistenten dein Unternehmen in ihren Antworten nennen und empfehlen. Es baut auf klassischer Suchmaschinenoptimierung auf, denn auch KI-Assistenten holen sich aktuelle Informationen aus dem Netz.

Der Unterschied: Bei Google klickt jemand auf einen von zehn Links. In einer KI-Antwort werden oft nur zwei oder drei Anbieter genannt. Wer dort nicht vorkommt, findet für diese Anfrage praktisch nicht statt.

Woher KI-Assistenten ihr Wissen haben

Sprachmodelle haben zwei Quellen: das, was sie im Training gelernt haben, und eine Live-Suche im Netz. Für Fragen wie „Welche KI-Agentur am Bodensee baut Avatare?“ zählt vor allem die Live-Suche.

ChatGPT greift bei der Websuche unter anderem auf den Suchindex von Bing zurück, Googles KI-Übersichten auf den Google-Index, Perplexity nutzt einen eigenen Index und weitere Quellen. Deshalb ist der erste Schritt immer derselbe: Deine Seiten müssen in diesen Indizes stehen.

Sieben Schritte, damit KI dein Unternehmen nennt

  1. Indexierung sicherstellen: Webseite in der Google Search Console anmelden und eine Sitemap einreichen. Für Bing und weitere Suchmaschinen neue Seiten per IndexNow melden.
  2. Fragen als Überschriften, Antworten im ersten Absatz: Jede wichtige Kundenfrage bekommt eine eigene Seite oder einen eigenen Abschnitt, mit der Antwort gleich am Anfang und konkreten Zahlen statt Werbesprache.
  3. Strukturierte Daten einbauen: Angaben zu Organisation, Leistungen mit Preisen, häufigen Fragen und Brotkrumen im Format schema.org. Damit verstehen Maschinen, wer du bist und was du anbietest.
  4. Einheitliche Firmendaten: Name, Adresse und Webseite überall gleich, im Impressum, im Google-Unternehmensprofil, bei Bing Places und in Branchenverzeichnissen.
  5. Echte Bewertungen sammeln: auf Google und auf Bewertungsportalen wie ProvenExpert, die in Suchergebnissen und KI-Antworten auftauchen. Die Profile per sameAs mit deiner Webseite verknüpfen.
  6. Erwähnungen auf anderen Seiten: Verzeichnisse, Fachartikel, Partner, Interviews. Je öfter dein Unternehmen im passenden Zusammenhang genannt wird, desto sicherer ordnet die KI es ein.
  7. Eine llms.txt anbieten: eine kurze Textdatei, die KI-Assistenten erklärt, was auf deiner Seite steht. Das ist noch kein fester Standard, kostet aber wenig und schadet nicht.

So machen wir es bei sigence.net selbst

Alle Schritte oben setzen wir auch auf unserer eigenen Seite um: Die Seite ist in der Google Search Console bestätigt, alle Seiten sind per IndexNow an Bing gemeldet, jede Leistungs- und Lösungsseite trägt strukturierte Daten mit Preisen und häufigen Fragen, es gibt eine llms.txt, und das ProvenExpert-Profil ist mit der Seite verknüpft. Diese Wissensartikel sind Schritt zwei.

So prüfst du, ob es wirkt

  • Stelle ChatGPT, Perplexity und Google die Fragen, die deine Kunden stellen würden, und notiere, wer genannt wird. Wiederhole das jeden Monat mit denselben Fragen.
  • Schau in der Google Search Console, für welche Suchbegriffe deine Seiten angezeigt werden.
  • Frag neue Kunden, wie sie auf dich gekommen sind. „ChatGPT hat euch empfohlen“ ist inzwischen eine ernst gemeinte Antwort.

Was nicht funktioniert

  • Seiten voller Suchbegriffe, die für Menschen keinen Sinn ergeben
  • Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen. Sie verstoßen gegen die Regeln der Plattformen und gegen das Wettbewerbsrecht.
  • Texte, die nur für Maschinen geschrieben sind. KI-Assistenten bevorzugen Quellen, die Menschen wirklich weiterhelfen.
Amandeep Thind

Amandeep Thind ist Gründer von Sigence in Singen am Bodensee und baut KI-Systeme für Unternehmen, darunter Klariu für das Handwerk. Mehr über uns

Häufige Fragen

Häufige Fragen: In ChatGPT genannt werden

Wie lange dauert es, bis ChatGPT mein Unternehmen nennt?

Die Indexierung dauert Tage bis wenige Wochen. Bis ein Unternehmen regelmäßig in KI-Antworten auftaucht, vergehen meist mehrere Wochen bis Monate. Eine Garantie kann niemand seriös geben, weil die Anbieter ihre Auswahl nicht offenlegen.

Ersetzt GEO die Suchmaschinenoptimierung?

Nein, GEO baut darauf auf. Ohne saubere Technik, Indexierung und gute Inhalte findet auch keine KI deine Seite.

Kann man eine Nennung in ChatGPT kaufen?

Eine Empfehlung in der normalen Antwort lässt sich nicht kaufen. Sie entsteht aus dem, was im Netz über dein Unternehmen steht.

Was kostet GEO bei Sigence?

Analyse und Einrichtung kosten einmalig 1.490 €. Laufend gepflegt mit einem neuen Inhalt pro Monat und Monatsbericht sind es 390 € im Monat, mit drei Inhalten pro Monat 790 €. Alle Preise netto.

Brauche ich dafür ein Google-Unternehmensprofil?

Für regionale Anfragen ja. Das Profil liefert Google und Bing einheitliche Firmendaten und sammelt Bewertungen, die auch KI-Assistenten auswerten.

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